Sterilium – Interview mit Metal-und Rockbands von Musicworld

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1. Wie weit würdet ihr als Band gehen, um auf dem ein oder anderen Festival spielen zu
dürfen?
Wir sind sehr weit gegangen, um den Bedürfnissen zu entsprechen. Es gibt Dinge, die für uns nützliche Informationen gewesen sind und es gibt andere, die uns nur auf den Holzweg gebracht haben. Heute sind wir der Meinung, dass wir lieber unsere Fanbase voranzubringen versuchen. Dafür haben wir unsere Sterilium Alpha (Regionen) Clubs ins Leben gerufen, wo wir Freundschaften und Zusammenhalt unserer Szene voran bringen möchten.

2. Was haltet ihr von den vielen Votings, die kurz vor einem Festival noch stattfinden?
Kann es in der Musik überhaupt Gewinner und Verlierer geben?
Es gibt Gewinner, die gibt es immer, aber sind das wirklich immer die besten Bands in der Liste? Du kannst Spitzenmusik machen mit einer super Bühnenshow und qualitativ sehr guten Aufnahmen und garantierter Fanbase, die mit zum Festival kommen würde.
Die Gewinner des Votings sind Bands, die oft noch nicht mal ein Studioalbum vorweisen können und überhaupt kaum bis keine Bühnenerfahrung haben. Warum passiert so etwas? Oft kaufen sich die Kids die Stimmen fürs Voting im Internet oder kennen eben ein ganzen Schulhof, allerdings kommt dann auch nicht einer von den Leuten zu diesem Festival. Die Erfahrung für die Band selbst wird dann auch eher nüchtern ausfallen, denn spätestens auf der Bühne wird ihnen auffallen, dass der Hype leider zu groß und zu schnell für sie gewesen ist. Wir haben 2016 – 2017 auf Votings gesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Veranstalter wohl nicht mehr den Mut finden, sich tatsächlich eine Band rauszusuchen, die ihren Qualitätsanforderungen entspricht, um sagen zu können: Jawohl, diese New Comer sind geil, die möchte ich wirklich buchen.
Für Sterilium gibt es für 2018 an jeden großen Veranstalter genau eine amtliche Bewerbung und mehr nicht.

3. Was macht für euch einen guten Support/-er aus?
Zu allererst steht die Freundschaft im Vordergrund. Band und Support sollten dabei an einem Strang ziehen. Jede Minute Zeit, die einer von außerhalb für unsere Band investiert, sollte gedankt werden und bleibt für uns nie vergessen.

4. Welche Festivals sind eure Favoriten und warum?
Ein großes Festival ist natürlich sehr nützlich, damit uns mehr Leute gehört haben. Ein kleines Festival ist sehr familiär und fühlt sich manchmal an wie unter Freunden – es hat beides seinen Reiz. Es ist für mich immer ein Erlebnis, mit Sterilium vor Publikum zu stehen und selbst eine Kneipe mit 10 Leuten kann zu einer Riesenparty werden.Speziell Festivalnamen braucht es für uns nicht unbedingt.

5. Würdet ihr einem Bandcontest zustimmen, wenn es nur um den Deutschrock geht?
Der Contest ist wie das Voting im Internet, mit der Realität hat das nix zu tun. Wir sind mal beim Contest gewesen, da gab es 6 Bands, davon 4 richtig gut und eine mittelmäßige. Gewonnen hat allerdings eine Schülerband, die sehr talentfrei gegenüber den anderen Bands gewesen ist. Allerdings hatten die ihren ganzen Schulhof mitgebracht, die streckten alle die Hand aus, da war das Konzert noch nicht mal vorbei und der Raum wurde schon um 50% kleiner, als ihre Band noch nicht mal ihr Set beendet hat.
Was soll ich sagen – sie sind weiter :-)

6. Was macht für euch guten Deutschrock aus?
Für mich ist Musik im Allgemeinen ein Kompromiss aus 4 – 5 Musikern, die alle ihre Kunst in einen Raum werfen. So wird ein Lied organischer, als wenn es nur eine Person dirigiert. Das macht eine Band einfach authentischer. Ob das jetzt Deutschrock ist oder ein anderer Stil – so ist es einfach was besonderes.

7. Mit welcher Band würdet ihr gern mal zusammen spielen und mit welcher nicht?
Da ist die Liste wirklich sehr lang und jeder von uns hätte da bestimmt seine eigenen 30 Favoriten, allerdings mit dem nicht zusammen spielen nur sehr wenige.
Verhält sich eine Band wie im Kindergarten, dann haben wir nicht wirklich Bock darauf, mit ihnen zusammen zu spielen und sind die Zeile Werbung hier auch nicht wert!

8. „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“—ein Spruch, der durch die Exzesse legendärer Rockgrößen wie Guns N‘ Roses, Black Sabbath oder den Rolling Stones zum Lebensmotto eines jeden Pubertierenden wurde. Ist dieser Spruch immer noch hinter den Kulissen aktuell?
Bestimmt allerdings habe ich mich schon vor der Band ziemlich ausgetobt und fast alles damit immer und immer wieder an die Wand gefahren. Ich trinke gerne nach dem Konzert mit den Leuten einen mit, aber privat lebe ich heute sehr zurückhaltend und bin fast jede Nacht allein im Fitness-Studio, wo ich meinem Ventil auf anderer Art freien Lauf lasse.

9. Wie kommt man an heiße Frauen nach einem Konzert :-)?
Also eigentlich suche ich da nicht wirklich :-)

10. Habt ihr auch manchmal die Schnauze voll voneinander?
Ja natürlich, wie in jeder anderen Beziehung auch kommt es mal zum Streit. Spätestens auf dem Konzert ist das allerdings wieder vergeben und vergessen.

11. Was geht bei euch so im Proberaum ab, wenn ihr mal keine Lust zum Proben habt?
Wir planen oft ganz brav Projekte, drehen Videos für die Alpha Clubs oder es bringt einer einen Edelwhisky mit, dann wird eben gesoffen.

Danke Tom, Florian, Thorsten und Patrick

Foto: Band

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