Review Tendenz Debüt-Album „Hier sind wir wieder“

plakatrohlingTendenz – Deutschrock aus dem Saarland. Bereits seit 2007 gibt es die Band Tendenz. 2012/2013 lag das ganze Projekt am Boden, bis sich Thorsten und Dima auf die Suche machten und Anfang 2014 die Band Tendenz in neuer Formation wieder auf den Beinen stand.

Tendenz sind:

Sänger – Thorsten
Gitarre – Älex und Dima
Bass – Ben
Schlagzeug – Hu

„Hier sind wir wieder“ so meldet sich die Band mit Ihrem Debüt-Album, das im April 2015 erscheint zurück. Laut, brutal, ehrlich und vor allem unberechenbar gut, so kündigen Tendenz ihr Album an.

Wir von Clio69 Musicworld, immer auf der Suche nach was neuem, haben natürlich keine Mühen gescheut und für euch das Album schon mal unter die Lupe genommen.

Das Album „Hier sind wir wieder“ hat 10 Titel:
Frontcover-Mit den Kopf durch die Wand
-Unsterblich
-Hier sind wir wieder
-Es tut nicht mehr weh
-Schwarze Liste
-Aufrecht gehen
-Ziel
-Scheiß auf alles
-Totgesagten
-Alleine trinken
Soundmaster J.P. vom Rouge Studio

Laut, brutal, ehrlich?
Das Instrumental – Deutschrock, oder besser gesagt Hardrock – Deutsch, stellenweise klare Tendenzen in den Metal und ein Hauch vom Punk konnte ich finden. Das ganze durchzogen von eingängigen Hooklines, dazu die Stimme von Thorsten, rau, hart, laut – gibt dem Album ganz klar Wiedererkennungswert. Die Texte, aussagekräftig, aus dem Leben gegriffen, ein Leben das wohl nicht immer geradeaus lief, man findet Wut, Enttäuschung, Kraft….

*Mit dem Kopf durch die Wand*
„Das Leben hat mich hart gemacht und ich danke ihm dafür…“ „…hab nie die Scheiße gefressen, die ich mir servier und nicht immer zu allem ja gesagt, deshalb bin ich nicht wie ihr…“ „…war schon immer euer Feindbild, habt mich angeprangert, kriminalisiert, doch mich nicht klein gekriegt. Meine Weichen sind auf Krieg eingestellt, egal wer sich mit mir anlegt, ihr Sklaven der Maschinerie. Immer gebückt durchs Leben gehen, aus Angst was zu verlieren.“ Klare Aussage ich, weiß was ich will, bin kein Mitläufer und ihr kriegt mich nicht klein.

*Es tut nicht mehr weh*
„Du warst wie ein Traum der niemals enden soll, ich gab dir alles was ich hatte, meine Gefühle und meinen Stolz, der jetzt gebrochen am Boden liegt…“ „…warst immer an meiner Seite, so lang die Götter gnädig waren. Vergiftete Worte, die Medusa im Arm, die Augen geschlossen, den Abgrund nah. Deine Liebe war nicht echt, sie war nie real…“ „…Es tut nicht mehr weh wenn ich dich sehe…“ Von der Liebe enttäuscht, verletzt – es geht weiter. Alles andere als eine Liebeschnulze, jeder hat es schon erlebt und für mich ein Titel der Zeigt das dieses Album viele Seiten hat.

*Schwarze Liste*
„Auf unserer schwarzen Liste seid ihr dir Nummer eins, Rückgrat und Courage, von beidem habt ihr keins, so wurdet ihr geboren. Wir sind Schwarze Wölfe, Parasiten das seid ihr….“ „Macht euch erst mal grade, ihr kleinen dreckigen Maden, sonst werden wir euch zum Teufel jagen…“ Worte aus dem Titel *Schwarze Liste*, geladen mit Wut, haut Thorsten den Text raus und es kommt an. Ich bin nur froh nicht auf dieser Liste zu stehen.

*Todgesagte*
“… Ihr habt die Hunde auf mich gehetzt, doch vergessen dass ich fliegen kann, schick euch einen Gruß von oben, von dort wo die Helden wohnen…“ „…denn Todgesagte leben länger…“ *Todgesagte* ein Stück das Selbstsicherheit ausstrahlt, ein Hauch von Punk, lädt es zum mit grölen ein und ich kann mir vorstellen, dass es Live vor der Bühne richtig abgeht.

Ein kurzer Einblick in vier der zehn Titel. Mehr werde ich hier nicht „aufmachen“, damit noch was für die Neugier bleibt.

Mein Fazit:
Die Beschreibung laut, brutal, ehrlich trifft es schon richtig. Ich füge noch hinzu vielseitig, geile Texte, es rockt ordentlich. Der Sound wurde gut abgemischt. Das Album hat einfach alles was ein gutes Album haben muss.

Text: Anke Sommer/Redaktion

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