Review –Sterilium – Aus eigener Kraft

Review –Sterilium – Aus eigener Kraft

Gut ein Jahr ist es her, das die Band Sterilium mit ihren Songs Mit schmerzigem Herz und Lebenslust die deutsche Rockszene stürmte und das sehr überzeugend. Auch mir gingen die beiden Stücke direkt ins Ohr und haben mich echt neugierig gemacht, was da noch hinterher kommt.

Jetzt ist es endlich soweit ein Jahr harte Arbeit liegt hinter der Band und mir liegt endlich das Album  Aus eigener Kraft  vor.

Trackliste:
CD Cover BackGanze 14 Tracks sind es geworden, mit einer Spielzeit von  54:55 Minuten. An den Start geht das Album am 6.5.2016 und ich werde schon mal mein bestes geben und das Werk genau aufs Ohr nehmen.

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Der Titelsong aus eigener Kraft ist dann auch direkt das Intro, ein Instrumental das sich direkt in mein Ohr schleicht, Gitarrenklänge die mich überzeugen und ein klasse Zusammenspiel der Instrumente.

Zu den Titeln Mit schmerzigem Herz und Lebenslust werde ich nicht viel schreiben, sie sind noch mal überarbeitet und neu gemastert worden aber im Grund doch das geblieben was wir kennen.

Kraftvolles, rhythmisches Instrumental, das straff nach vorn geht, Tom seine Stimme bohrt sich ins Ohr ,,… Aggressive Gewalt Gedanken. Amokschütze ganz ohne Schranken. Depressive Selbstmordgedanken wegen ein paar Pädagogen Schlampen…“ „…Aggressive Gewalt… Depressive Gestalt… Das ist die neue Frustration… Der Pädagogischen Revolution

CD Cover Front

Burnout besticht zu Beginn mit akustischen Gitarrenklängen, die an Urlaub erinnern und galoppiert mit dem Einsatz des Schlagzeugs richtig los. „…Ständig ausgebrannt; die Laune steht´s im Keller. Ich bin voll abgefuckt mein Kopf wird auch nie heller. Die Nächte durchgezecht, egal auch ohne Sinn. Wenn ich mal pennen will, bekomme ich´s nie hin…“ „…Ich bin wie ich bin, steht’s immer ohne Hirn. Ich bin wie ich bin, bekomm mein Leben so nie hin. BURNOUT!“

Weiter gehen dumpf einsetzendes Instrumental, in dem doch die Stimme und der Text  dominiert – „…Keiner weiß wie es weiter geht. Hauptsache ist, dass einer zu Dir steht…“ – bevor im Refrain alles in einander fließt –  „…Immer weiter immer weiter gehen… Immer weiter, immer weiter gehen, wenn Freunde zu dir stehen, lohnt es sich auf zu stehen. Immer weiter, immer weiter…“ – und die Gitarre eine perfekte Brücke zur nächste Strophe legt.

Model Nr. 1 ist eine Hard-Rock Nummer, die nach vorn geht und Spaß macht, besonders das Schlagzeug am Ende ist geil.

Der nächste Titel ist einer meiner Favoriten. Er schaltet im Tempo heftig zurück, wird durchzogen von einem ruhigen Gitarrenklang der tief geht, Tom legt heftig Gefühl in den Gesang, er kommt ganz tief aus dem Bauch, im Refrain wird aber trotzdem Instrumental richtig Druck gemacht. „…Liebe und Romanze, Glücksgefühle in mir drin. Schmetterling im Magen, Blumen mit bestimmtem Sinn. Weinen unter einer Trauer, Verletzlichkeiten unter Schmerz. Hast Du Angst zu sterben? Dann bist Du ein glücklicher Mensch…“ „…Ich sehe in den Spiegel und sehe Leere. Ich sehe in die Augen und sehe Härte. Ich sehe ein Gesicht, das Bände spricht. Ich sehe ein Mensch, der längst gestorben ist… der längst gestorben ist…“ Monster im Spiegel Hammer dieser Song, er geht in Mark und Bein.

Jetzt gibt es weibliche Unterstützung im Gesang. Alle Uhren bleiben stehen  geht wieder ab wie ein Zäpfchen, es wird gerockt.

Bein-Schrei–Schlitz-Hand plätschert einfach so dahin und kann mich nicht wirklich überzeugen.

Dunkel kräftig stampfend geht es Durch dunkle See, überraschend ste8wie klar die Stimme von Tom hier rüber kommt, wow,  so sollte er noch viel öfter mit seiner Stimme spielen. „…Wehmut in Demut, durch Geilheit getrieben, steht die Sucht vor dem Verstand. Wollen wir’s pervers durchleben? Wovon ich nachts nur träumen kann und steck mich bei Dir an… und steck mich bei Dir an.“ Ein richtig fetter Sound und ein Stück das den Vorgänger voll und ganz entschädigt.

Jetzt rockt es richtig durch, Bass und Drums sind sehr dominant und in der Stimme ist richtig Wut zu hören „…Ich bin das Menschenkind, das in Deinem Körper schwimmt. Du hast mich nie gesehen, wirst mir auch nicht viel geben. Du weißt bis jetzt noch nicht, dass es mich in Dir gibt. Sobald Du es dann weißt, weiß ich das Du auf mich scheißt…“ „Ich bin das Karzinom, das in dir wohnt. Die Zelle Menschenkind, in Deinem Körper schwimmt. Aus vielen Deiner Gäste, bin ich aus Resten. Wer will mich haben? Sterben ohne Namen…“

Zum Ende hin wird noch mal richtig Gas gegeben, ein Instrumental das schon im Bereich der NDH liegt „…Knie nieder vor dem Herrn. Lass Dich in meine Richtung zerren. Ich bin der Priester Du die Sünde. Knie nieder für das Gute. Fühl Dein Schmerz als Einsamkeit. Gib mir intime Fragen frei. Sonst kommst Du nicht ins Paradies, wenn Du mich nicht als Führer siehst…“ „…Wir wollen in den Himmel und wir wollen ein Glaube. Wir wollen einen Führer, denn wir wollen vertrauen. Wir wollen eine Richtung, zeig uns den Weg. Wir zahlen jeden Preis, fürs Paradies, fürs Paradies…“ Starker Tobak der es in sich hat.

Mit sehr ruhigen, leichten Klang findet das Album mit Zeit deiner Zeit seinen Abschluss.

Mein Fazit: Eine Stimme wie ein 30 Tonner auf dem Highway die richtig Eindruck hinterlässt, Texte aus dem Leben, sehr tiefgründig, Gitarrenparts die vollüberzeugen, vereint in einem Instrumental , was das ganze vielseitig und richtig geil macht. Einfach ein Album zum immer wieder hören.

Text: Anke Sommer/ Redaktion

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