Review Piratenpapst –Der Schwarze Fleck

Review Piratenpapst –Der Schwarze Fleck

Piratenpapst eine Punkrock-Band aus Eberswalde. Das sind Toni/Gesang Panki/ Gitarre Struki/Gitarre Rob/Bass und Pedder/Drums. Seit 2007 gibt es die Band und 2012 kam das erste Album *Gegen den Sturm* raus. Dabei soll es natürlich nicht bleiben und mir liegt hier das neue Album *Der Schwarze Fleck* vor das im August erscheinen wird. Ich habe es mir schon mal genauer angehört.

*Der Schwarze Fleck*

Cover frontTitel:
1. Wie ein Dorn
2. Let`s go
3. Gewissen
4. Schenkt ihm Pein
5. Gottes Wort
6. Bastard
7. Medien
8. Tribut
9. Volle Fahrt voraus
10. Nazis aufs Maul
11. An deiner Seite
12. Gut oder Schlecht
13. Weltenlos

Mit der Schwarze Fleck liegt mir hier ein Punk-Album vor, das wenige Wünsche offen lässt. Das Instrumental: Gradlinig, zum Teil mit sehr hohen Tempo und tollen Gitarren- Einlagen, lädt zum Pogo ein und bringt Party-Stimmung.

Der Gesang: Rau, rotzig, frech haut der Toni die Texte ins Mikro

Die Texte wie im Punk üblich gesellschaftskritisch, rebellisch, provozierend.

*Wie ein Dorn* „Ja die Obrigkeit weiß ganz gut Bescheid. Über das Geschehen wird mit Absicht weggesehen…“ so dröhnt es nach kurzem Gitarrenanspiel ins Mikro. Der Rhythmus zieht mit und der Refrain zum mit grölen „…Blinder Zorn, abgrundtief, zieht er dich in das Verderben. Wie ein Dorn, abgrundtief, bohrt es sich ganz fest in dich hinein…“ Der Titel macht Spaß und geht direkt ins Gehör.

Feurig geht weiter, die Gitarre geht ab, das Schlagzeug trascht los,,… Die allgemein maulige Stimmung finde ich wirklich sehr banal. Ein Prost auf die gute Laune und der Rest ist mir Scheißegal.“ „…*Let’s go*. Auf zu neuen Taten oder wie man das hier nennt. Jetzt erst Recht. Denn das muss man nicht erwähnen, dass das Punkrockfeuer in uns brennt…“ Gitarrensoli mit rein, ein Hoch auf den Punkrock.

Einen ganzen teil ruhiger geht es mit *Gewissen* weiter, Deutschrock mit biss „…Wer die Vergangenheit vergöttert, dem ist die Zukunft auch nichts wert…“ „…Ja das eine Auge lacht während das andere wieder weint. Das Gewissen wird erleichtert. Die Schuldfrage verneint. Und doch fühle ich mich schuldig. Ein Milliardstel geht auf mich. Ich hab versucht was zu verändern oder hab ich’s eigentlich nicht…“ worum es hier geht ist jedem klar, kann/darf man vergessen – ganz klar nein.

Über die Planken *Schenkt ihm Pein* wer immer hier den letzten Gang macht der macht ihn sehr metallastig und mit power.

Punkig gerade geht es in *Gottes Wort* um die Kirche „…Welch ein Sündiger, der nicht gerne zahlt…“ „…Ja hier gibt es nichts zu sagen. Hier gibt es nichts zu sagen .Und die Bänke bleiben stumm und die Taschen werden leer…“

Einen saufen, mit grölen und ab, come on all your *Bastard* Punk in seiner Urform

PPDSF-Facebook-Titelbild„Man hetzt gern gegen Menschen. Argumente sind beschränkt. Von Tatsachen und Gründen wird meistens abgelenkt. Der Staat der unterstützt das. Ihm ist Verschweigung sehr genehm. Man missbraucht die Meinungsfreiheit und das ist das Problem…“ „…Und die Medien lügen wieder und ihr kauft es ihnen ab. Sie waren immer schon Betrüger mit viel zu viel Macht. Wer hier noch den Verstand benutzt und sich dagegen wehrt, der wird von der Gesellschaft für total bekloppt erklärt…“ *Medien* ja so sind sie die Medien, ein Text der mir aus der Seele spricht.

Mit *Tribut* und *Volle Fahrt voraus* finde ich zwei weitere Punk-Titel die gefallen und voll power sind.

*Nazis aufs Maul* ein Titel dessen Aussage mir ganz ehrlich zu extrem ist. Egal wie viel Wut das Rechte-Pack macht.

*An deiner Seite* versöhnt mich aber schnell wieder, in diesem Ton hört man selten so nette Worte

Punkrock vom feinsten gibt es nochmal in *Gut oder Schlecht* „…Ich hab die Schnauze voll vom Guten und Bösen. Mich ständig vor Allem und Jedem zu entblößen. Was ist erfunden und was ist wirklich wahr? Kommt doch mal endlich! Kommt doch mal klar…“

Gaaaanz ruhig schließt das Album mit *Weltenlos* „…Was man hat das merkt man erst, wenn es verloren ist. Jetzt sitz ich hier und frage mich. Wohin du gegangen bist? So oft haben wir gesagt, dass wir zueinander stehen. Doch Wege enden, trennen sich, wenn das Schicksal es so will…“ „…Ich frage mich an manchen Tagen, wie es wohl weiter geht. Und dann denke ich an dich, wenn ich nicht weiß, wo der Kopf mir steht…“ Worte die mich sehr berühren.

Mein Fazit: Ein gelungenes Werk. Es ist durchweg hörbar und auch nach dem 5. Hören nicht langweilig. An einigen Stellen muss man genauer hinhören, weil Toni in den flotten Titeln schon mal eine Silbe verschluckt. Wer den Punkrock liebt wird dieses Album lieben. Es gibt auch mal extremere Aussagen wie in Titel 10, was meiner Meinung nach nicht richtig ist. Es gibt einfach bessere Wege als die Faustlösung.

Anke Sommer/Redaktion

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