Review – Helden schwarzer Tage / Abseits der Spur

Review – Helden schwarzer Tage / Abseits der Spur

*Abseits der Spur* Ist das zweite Album der Band „Helden schwarzer Tage“ aus Duisburg.

Die Band hat sich 2011 gegründet. Vereint an den Gitarren, Sebi und Patrick, am Bass, Roko, an den Drums, Rapha und am Mikro der Grischa. Sie verkörpern den Deutschrock mit ihrer eigenen Art, die bereits beim Debüt-Album *Helden schwarzer Tage* 2013 den Weg in mein Ohr gefunden hat.

Abseits der Spur ist seit dem 21.08.2015 auf dem Markt. Es finden sich auf der CD elf neue Songs. Aufgenommen, gemixt und gemastert im Tonstudio Service Herder in Waldbröl.

11880381_888279027918737_5289906471138495281_nTitel:
1. Abseits der Spur
2. Ich seh kein Licht
3. Durch die Hölle
4. Mit dir zu sein
5. Das ist mein Leben
6. Vergangenheit
7. Wie weit
8. Fundament
9. Licht
10. Kranker Geist
11. Sanduhr

Na dann, Welt aus – Musik an.

Und an dieser Stelle muss ich mal sagen, was ich da gehört habe, hat mich so gefesselt das ich die Stichpunkte die ich mir notieren wollte, vergessen habe. Also ich versuche es in die richtigen Worte zu fassen aber das wird schwer.

Erst mal die Texte: Abseits der Spur heißt das Album und das, wie ich finde absolut passend. Alle Titel spiegeln Lebenssituationen wieder, die einen aus der Bahn werfen können. Wie finde ich die Spur wieder? Viele Emotionen, Fragen um Liebe, Freundschaft, Vertrauen. Alles baut irgendwo auf das Thema auf. Für mich stehen die Texte alle in einem Kontext zueinander.

Der Gesang: Grischa spielt mit seiner Stimme, mal ganz gefühlvoll ruhig, dann wieder voll Wut, mal fragend, mal dominant. Er taucht in die Texte ein, fühlt sie und haut es passend und verständlich ins Mikro.

Und eine Facette kommt direkt zu Beginn ins Ohr „Wenn ich nachts nicht schlafen kann, lauf ich diesen Weg entlang, abseits der Spur hier will ich sein…“, unterlegt mit dem Knistern einer Vinyl auf den guten alten Plattenteller, dann wird von 33 auf 45 gestellt und alles steht auf Rock, Rock, Rock *Abseits der Spur* . Ich höre Rock nach guter alter Manier, die Lust auf mehr macht.

*Ich seh kein Licht* findet ihr auf: YouTube Kanal (Link)

Und ich bekomme mehr, dumpf, anfangs träge stampft das Instrumental *Durch die Hölle*. Zum Teil zweistimmig, gut aufeinander abgestimmt, melodiös und doch mit Härte nimmt mich das Stück mit. Die Gitarrenriffs holen mich wieder. Es lädt zum mitsingen ein.

Es wird ganz ruhig, allein die Gitarre, unterlegt mit prasselnden Regen führt in *Mit dir zu sein* bevor Grischa mit Gefühl in der Stimme einsteigt, dann mit einem Schlag alle Instrumente einsetzen und Grischa haut voll Wut rein, „Was ist passiert, wo willst du hin…“. Das Stück ist der Hammer mein Favorit bis hier her.

Doch es bleibt abwechslungsreich. *Das ist mein Leben* , ruhig ausgeglichen, Akustikgitarre im Refrain, unterlegt mit Streichern die Harmonie in den Song bringen.

*Wie weit* dagegen hat schon wieder Aggressivität geladen und Grischa haut die Wut über ein kaputte Beziehung raus.

Genauso geladen geht es in den Titel *Vergangenheit* , instrumental geht es im straffen Tempo nach vorn, mir gefällt besonders das Zusammenspiel der Gitarren mit dem Bass, was dem ganzen richtig Ausdruck verleiht und bei Min.3:10 ist es dann gaaaaanz ruhig. Nur ein ticken der Schlagstöcke meldet, hier ist nicht Schluss…, die Instrumente setzen nach und nach wieder ein, dann der Gesang – das Tempo zieht langsam an und mit einsetzenden Gitarrenriffs hat das Stück seinen Höhepunkt erreicht und meinen ersten Favorit getoppt, 7:19 Min. Mega.

*Fundament* ist sehr wechselhaft im Tempo, sehr viel Spiel in der Stimme und zwischen den Strophen eine Melodie, die im Ohr bleibt.

Wir nähern uns dem Ende. *Licht* im Instrumental stampft sich das Stück durch. Der Refrain ist zweistimmig und das Zusammenspiel der Stimmen passt einfach.

Mit *Sanduhr* findet das Album einen ruhigen Abschluss, in dem Instrumental noch mal alles gegeben wird.

Mein Fazit: Ich möchte weiter hören !!! Ganz ehrlich, hier haben 5 Musiker zusammengefunden, die es schaffen ihr Gefühl für die Musik auf einen Nenner zu bringen. Wir vergeben hier ja keine Sterne. Wenn es aber welche gäbe, würde ich ein Plus dahinter setzen.

Anke Sommer/ Redaktion

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