Review Freizeithelden- Dreiundneunzigacht

Review Freizeithelden- Dreiundneunzigacht

Freizeithelden das sind 5 Musiker aus Traben Trarbach. Die Band hat sich im Jahre 2010 gegründet und das Album Dreiundneunzigacht ist ihr zweites Album.

Inneseite2finalFreizeithelden sind:
Drums : Florian
Bassgitarre : Karsten
Sänger : Marcel
Leadgitarre : Chris
Rhythmusgitarre : Marius

Das Album Dreiundneunzigacht erscheint am 13.06. 2015 und enthält 13 Titel Deutschrock.

11116408_833109203449175_429526716466547220_oTitel:
1. Motivation durch Aggression
2. Ein Leben lang
3. Das Lied
4. Deutschrock
5. Unerkan(n)t
6. Zeit heilt Wunden
7. Sinn des Lebens
8. Nacht der Nächte
9. Rote Haare
10. Ich bin
11. Nie wieder Alkohol
12. Freizeithelden
13. Nehme meine Hand

Da es für mich das erste Album ist, was ich von den Freizeithelden höre, kann ich leider nichts dazu sagen wie sich die Band weiterentwickelt hat. Was mir hier vorliegt würde ich folgendermaßen umschreiben.

Im Instrumental findet man ein angenehm flottes Tempo, gepaart mit eingängigen Riffs und Melodien die ins Ohr gehen.

Die Texte geben verschiedenste Eindrücke des Lebens wieder, sind echt toll geschrieben, haben was zu sagen und fesseln.

„…*Motivation durch Aggression*, heißt unser neues Ziel. Hundert Prozent das Maximum, sind uns nicht zu viel. Lass es raus, ja lass es krachen, damit jeder versteht. Los seht her wir zeigen euch, dass es auch anders geht…“ „…Zusammenhalt ist die Devise, gegen den stärksten Orkan. Ob von „Links“, oder „Rechts“, wir haben einen Plan.“ Ja Musik verbindet und gibt dem Leben einen Sinn.

In *Ein Leben lang* geht es um die Freundschaft „…Wir stehen zusammen was auch passiert. Selbst wenn die Welt vor Hass gefriert. Eine Freundschaft ein ganzes Leben lang. Es ist ein Schwur, der uns vereint. Wie eine Wunde die endlich heilt. Eine Freundschaft ein ganzes Leben lang…“

Ja das sind Themen, die immer wieder besungen werden und darum geht es in Titel drei *Ein Lied* „…Uns wurde mal gesagt, schreibt nicht immer die gleiche Scheiße. Das hat man alles schon gehört, in irgendeiner Weise. Ob Freundschaft, Rauchen, Rocken, Feindschaft, Saufen, Poppen. Alles war schon einmal da, ein Thema finden wunderbar…“ Ja das alles war schon einmal da, aber ich meine es sind eben die Brennpunkte unserer Zeit, zu der sich viele Menschen und auch Bands Gedanken machen und es macht eben jeder seins daraus.

Die Probleme der Gesellschaft mit dem Deutschrock, werden im Titel *Deutschrock* auf den Punkt gebracht. „Deutschrock Musik ist Leidenschaft, die andern Menschen Leiden schafft, weil sie nicht wissen, was Musik bedeutet…“ „…Wir machen Deutschrock und keinen Rechtsrock, denn auf Rechtsrock haben wir keinen Bock…“ Leidiges Thema unserer Zeit.

„Sendungen mit Superstars, DSDS. Brot und Spiele für das Volk, Springer gibt dir den Rest. Medien manipulieren, Politiker hetzen. Alltag BRD, ich find es sowas von ätzend…“ ja wenn man es so betrachtet, bleibt der Verstand schon *Unerkannt*

Etwas das jeder irgendwann erlebt „..Manchmal kotzt einen alles an, der Akku ist leer. Man fällt in Depressionen, die Zeit ist so schwer…“ da machen diese Worte doch Mut „…*Die Zeit heilt Wunden*, alles geht vorbei. Es wird wieder gut, ruf dein Glück herbei. Bleib nicht am Boden und steh´ wieder auf…“

Die Ballade auf diesem Album ist *Sinn des Lebens* und auch einer der Titel die mir gut gefallen „…Was ist der Sinn des Lebens, hat sich jeder wohl mal gefragt. Wie geht es weiter? Wo geht es hin…?“ „…So viele Fragen, was bringen sie mir? Ohne eine Antwort…“ „…Ich schaue in die Zukunft, mit einem Lächeln im Gesicht. Ganz egal, was auch kommt, ändern kann ich`s nicht…“ schön, Marcel legt Gefühl in seine Stimme…

Drei Titel in Feierlaune sind *Nacht der Nächte* *Rote Haare* und *Ich bin* anhören, mitsingen, Party machen. Am nächsten Morgen fühlt man dann genau, was der Titel *Nie wieder Alkohol* aussagt.

In *Freizeithelden* wird dann noch mal deutlich gemacht, was die Band mit ihrer Musik bezwecken will. „…Wir sind keine Ordensträger und doch dazu bestimmt. Wir zeigen euch den besseren Weg um in dieser Welt zu bestehen. Wie man lernt sich zu behaupten und seinen Weg zu gehen…“

Das Album schließt mit einem Akustik-Stück vom Lagerfeuer *Nehme meine Hand*

Mein Fazit: Ein durchaus hörenswertes Album. Das Instrumental lädt ein. Die Texte sagen etwas aus. Einziges Manko für mich, Marcel sollte mehr Emotionen in seine Stimme einbauen, es klingt an manchen Stellen irgendwie stumpf. Dran bleiben.

Redaktion/Anke Sommer

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