Review – Delirium Rock`n Roll – Kopf oder Zahl

Delirium Rock`n Roll das sind: Stefan – Gesang, Marcel-Gitarre, Bernd – Gitarre, Mario – Bass, Rene – Schlagzeug

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Die Band besteht bereits seit 2007. Sie sind fünf Jahre als Coverband übers Land gezogen und machen seit 2012 ihr eigenes Ding. Ihre Jahrelange Erfahrung hat die Band jetzt, in über einem Jahr intensiver Arbeit in ihr Debüt-Album *Kopf oder Zahl* gepackt.

Mir liegt das Album hier vor und ich werde es mal für euch auf die Lauscher nehmen.

Trackliste:

Dilirium1. Intro
2. Kopf oder Zahl
3. Phönix aus der Asche
4. Schönen Gruß
5. Nicht allein
6. Nur das Hier und Jetzt
    (La   muerte es sagura)
7. Wo bleibt der Hass
8. Der Verrat an mir
9. Zeichen der Zeit
10. Schlechter Deal
11. Wo
12. Unser Weg

 

Das Album wurde unter dem Label MetalSpiesser produziert und hat am 23.10.2015 sein Release.

Mit leisen Töne führt uns das *Intro* in das Album und baut dann immer mehr auf. Es ist sehr klangvoll und melodisch.

*Kopf oder Zahl* startet schon wesentlich drängender und mit einsetzen des Schlagzeugs geht es hier nur noch nach vorn „…Spiel Schicksal, wirfst du Kopf oder wirfst du Zahl, gezinkt oder doch nur Zufall…“

Die Gitarren hauen in *Phönix aus der Asche* direkt ins Ohr, getaktet und das Schlagzeug treibt wieder nach vorn. „…schönen guten Tag, ja wir sind wieder da. Mit neuem Sound nur härter, besser als es war. Totgesagt von vielen und vielen war es recht…“ mit puren Rock wird es hier gezeigt „.. wie ein Phoenix aus der Asche, aus Feuer und Stein. Und auferstanden aus der Glut unseres Seins…“

Da auch im Deutschrock nicht immer Einheit herrscht, wird dieses oft über Texte ausgetragen so auch hier mit *Schönen Gruß* . Wer den Deutschrock kennt weiß in welche Richtung es geht und es wird eine Botschaft an alle Coverbands mitgegeben „…lebt eure Musik, interpretiert sie so wie ihr es für richtig haltet. Keiner kann euch sagen was ihr zu tun oder zu lassen habt…“

*Nicht Allein* der Titel sagt es, es geht um Freundschaft und Zusammenhalt. Der Rhythmus fesselt und lässt direkt das Bein zucken und auch in *Nur das Hier und jetzt* geht die Melodie sofort ins Ohr und zieht sich durchs Lied und mich mit.

Ruhiger und schwermütiger geht es da in *Wo bleibt der Hass* weiter. Der Gesang von Stefan sehr ausdrucksstark. Thema eine zerbrochen Beziehung. Das Stück zeigt, dass dieses Album sehr vielseitig ist und Punktet bei mir voll. *Verrat an mir* holt mich direkt wieder raus und rockt voll durch. „… den Verrat an mir hab ich selbst begangen. Ich war nie Ehrlich zu mir selbst…“ „…die Erkenntnis mich zu ändern ließ mich neue Wege gehen…“ *Zeichen der Zeit* hämmert einfach und beginnt mit einer Aufforderung zum Nachdenken „…Stell dir doch mal vor, so zu leben wie es einmal war – ohne Mobilität und Medienkonsum, so als wäre nichts da…“ „Erkennst du sie die Zeichen der Zeit..“ Einen Freund an die Droge verlieren und ganz viele Fragen warum „…wo sind dein Ideale, deine Werte und dein Stolz Eine aussichtslose Lage, hast dein Leben so gewollt Deine Seele für nur einen Schuss, wann kommt der Goldene wann ist Schluss…“ der Deal mit dem Teufel ist ein *Schlechter Deal* . Das Gitarrenspiel toll, ein Titel der hängen bleibt.

Mit *Wo* finde ein Mega Stück in dem noch mal alles gegeben wird, die Gitarren hauen durch, das Schlagzeug treibt mit Tempo und dann wird das Tempo wieder rausgenommen und der Gesang wird eingebracht. Ein Wechsel der echt trifft und Spaß macht. *Unser Weg* ist ein Rückblick „…lange und auch manchmal unbequem und doch, lohnt es ihn zu gehen…“ Eine Aussage die ich in meinem Fazit nur bestätigen kann.

Fazit: Ich kann nur sagen, wenn eine Coverband ihre Zeit nutzt um dann mit so viel Reife ein Debütalbum rauszuhauen, dann sollten mehr Bands erst mal covern. Das Album ist abwechslungsreich, Instrumental passt es einfach zusammen, der Gesang trifft an den richtigen Stellen, Melodien die im Ohr bleiben und Rhythmen die mitziehen. Delirium haben den Rock nicht neu erfunden, aber ein Album mit „EIGENEN“ Werken geschaffen das sich hören lassen kann.

Anke Sommer / Redaktion

Für dieses Album gibt es: SternSternSternSternvon 5 Sterne.

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