Review: C.U.B.E. – Pursuit

Publiziert am 13.07.2016 von Jörg Berlin

Presse CUBE 1C.U.B.E. aus Leipzig sind:
Patrick Gottschalk/Vocals
Johannes Beulig/Drums
David Drechsel/Gitarre
Etienne Hiekisch-Hildebrandt/Bass
Sebastian Gomon/Percussion & 2.Gesang

Am 02.09.2016 wird das Album “Pursuit” veröffentlicht. Dazu wird es in Leipzig auch eine Record-Release-Show im Noel´s Ballroom geben.

In einem Genre, dem sogenannten „Artrock“ seinen Platz zu finden, der überflutet ist von den üblichen Mainstreambands, ist ein sportliches Unterfangen und bedarf einiges an Mut, Überzeugung und Selbstbewusstsein.

Und genau hier stoßen C.U.B.E., fünf überzeugte Leipziger Rockmusiker in die Lücke und treten mit ihrem erdigen,ehrlichen und erfrischenden Street/Dieselrock an um die Lanze für viele unbekannten und talentierten Bands zu brechen.

Eines vorneweg: „ Pursuit“ ala C.U.B.E. wird eine sehr breite Masse an rockgeilen Muckern ansprechen – der Alternative Typ, der Gitarrenjunkie wie auch der Biker – Welcome Home Sweet Home!

13411919_1232822976728453_2784195506472894787_oTrackliste:
01.A Cold Day In The Sun
02.Liberty
03.Old Habits Die Hard
04.Sympathy
05.Waiting For
06.Rockband
07.Invisible Voice
08.Farewell
09. Standing Ovations
10.Butterfly Delusion
11.Saturated
12.Dead Guy
13.Behind Your Door

Webseite: http://www.cubesound.de/
Facebook: https://www.facebook.com/cubesounds/

Mit dem Opener „ A Cold Day In The Sun“ bestätigt sich genau meine Denke was ich erwartet hatte: Die Boxen spucken diesen erdigen,druckvollen und gitarrenschwangeren Sound aus, der dazu noch mit diesem hochtalentierten Sänger Patrick Gottschalk sehr erfrischend und reibend daherkommt. C.U.B.E. machen hier bereits deutlich das sie keine Spaßvögel im Sinne „lass mal mucken“ sind und drücken ihre Ambition, ein eigenständiges Album ins Rennen zu schicken mit viel Eigenständigkeit und hohem Talent aus.

„Liberty“ , Song Nummer Zwei schreit es geradezu hinaus! Hier ist dein Rock’n‘ Roll, hier wird marschiert und Alles rausgehauen was den Rebellen in Einem weckt. Hier stimmt das Tempo, der fordernde Gesang und die kleinen Breaks, die kurz Luft holen lassen um dann wieder loszurocken.

Spätestens bei dem dritten Song „Old Habits Die Hard“ frage ich mich wo diese Ideen und diese Vielfalt herkommt. Der Song ist überordentlich vielseitig und schafft es mit seiner eingängigen und deutlichen Melodik einen Ohrwurmcharakter zu schaffen. Der Song ist definitiv ein Partykracher und absolut radiotauglich….wenn da nicht die Mainstreampolitik wäre. Und so bleibt zu hoffen das dieser C.U.B.E. Sound die Krusten aufbricht und das Einheitsheadbangen beendet.

Über die Songs “Sympathy“„Waiting For“ und „Rockband“ , alle Drei deutliche Tritte in den Allerwertesten, die keinerlei Rock’n‘ Roll und Dynamik missen lassen deutet Song Nummer 07 „Invisible Voice“ eine gänzlich andere, sehr harmonische Seite des Albums an. Auch wenn er keine Rockballade darstellt, schafft es der Song im mittleren Temposegment ein wohliges Gefühl von Ruhe, Entspanntheit und Hoffnung an das Gute zu versprühen; und das gefällt mir sehr gut!

Aber C.U.B.E. wollen rocken und das machen sie mit dem folgenden Song „Farewell“ gleich wieder klar. Saubere Melodie, Patrick Gottschalk brilliert abermals in seiner Vielseitigkeit, machen „Farewell“ zu diesem typischen Autobahnsong – voll aufgedreht und ab Richtung Horizont.

Und auch „Standing Ovations“ bleibt am Drücker. Hier passt wiedermal Alles – eingängiger Sound, vielseitige Gitarren, drückender Bass, bedrohliche Drums und eben dieser facettenreiche Gesang, nahezu einzigartig und könnte meine persönliche Stimme 2016 werden.

Mit „ Butterfly Delusion“ ist es dann doch soweit: es folgt eine Rockballade und die hat es insich. Es ist keiner dieser Nummern wo man denkt, die Band brauchte unbedingt was Ruhiges. Der Sound überzeugt durch seine harmonische Aussage in Harmonie, Gefühl und Kraft. Es ist keiner dieser typischen Schmachtnummern, der Song öffnet die Türen zu Seele und Herz und schafft eine wohlige Cool Down Phase.

Mit „Saturated“ und „Dead Guy“ geht es in erfreulicherweise in der typischen C.U.B.E Rockmanier weiter. Das Album verliert einfach nicht an Druck, Dynamik und Lust. So rund und beeindruckend wie sich bisher „Pursuit“ präsentiert ist jede Erwartung gestillt .. und dann folgt der letzte Song „ Behind Your Door“ ! Hier ist das Kunststück gelungen alles das was dieses Album so extrem eigenständig und wertvoll macht in einem Song zu verpacken. Nahezu hymnenmässig zelebrieren sich C.U.B.E. selbst, schaffen den beeindruckenden Spielraum für alle einzelnen Komponenten die diesen Sound des Albums ausmachen. Mit 8 Minuten und 3 Sekunden ist hiermit ein krönender Abschluss des Albums mehr als gelungen.

Meine Anspieltipp’s für Euch: „Liberty“, „Old Habits Die Hard“, „Butterfly Delusion“ und „ Behind Your Door“.

Fazit:
Das Album flasht, überholt und fängt ein. „Pursuit“ ist definitiv bis dato die Entdeckung 2016 für mich und wird seinen Platz in meiner Sammlung, in vorderster Reihe finden. Die Songs sind einfach auf den Punkt genau mit erfrischender Härte, einer Prise Straßendreck und maximaler Professionalität, ohne überproduziert zu sein ausgestattet.

Man will einfach mehr davon, vielmehr von diesem Sound und so hoffe ich das C.U.B.E. bald auch in meiner Nähe ihr Livebrett rausholen um diese Songs abzufeiern.

So bleibt mir nur noch: Prädikat wertvoll und ich spreche hiermit meine absolute Kaufempfehlung für alle Rockmusikjünger aus.

Text: Jörg Berlin

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