Planet RoXter – Interview mit Metal-und Rockbands von Musicworld

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1. Wie weit würdet ihr als Band gehen, um auf dem ein oder anderen Festival spielen zu dürfen?
Wir würden uns in keinster Weise prostituieren. Gerne spielen wir bei guten Festivals auch für lau (Spritkosten, Verpflegung). Das dürfte doch für Veranstalter schon ein großer Ansporn sein.

2. Was haltet ihr von den vielen Votings, die kurz vor einem Festival noch stattfinden? Kann es in der Musik überhaupt Gewinner und Verlierer geben?
Gar nichts! Votings dienen doch prinzipiell nur dazu, der Veranstaltung selbst mehr Publicity zu geben. Es hinterlässt immer den Eindruck, dass es dem Veranstalter wohl scheiß egal sein muss, wer auf seinem Festival spielt, Hauptsache er hatte nochmal eine gute Werbung. Likes bei Facebook kann man kaufen. Ob diese Voter dann jemals auf das Festival gehen, ist völlig unsicher. Entscheidet man sich denn wirklich für eine nicht so gute Band, nur weil sie es geschafft haben, die meisten Likes zu erhaschen? Eigentlich traurig. Einen echten Gewinner kann es durch Votings nicht geben (egal ob Musik oder etwas anderes). Einzig allein eine Juryentscheidung macht Sinn. Die wissen, welche Acts man auf den eigenen Festivals hören möchte und sie können sich ein gutes Bild von den einzelnen Bands verschaffen. Alles andere ist doch nur Fake.

3. Wenn euer Band-Leben verfilmt würde: Welche Band würde Euch spielen?
Ob diese Band uns spielen würde? Kein Ahnung. Madsen oder die Donots vielleicht.

4. Was macht für euch einen guten Support/-er aus?
Eine wirklich schwere Frage, die immer wieder heiß diskutiert wird. Das hängt immer vom eigenen Bekanntheitsgrad ab. An Orten, wo man selbst noch nicht so viel Publikum hat, brauch man einen Support, der möglichst viele Leute in die Veranstaltung lockt. Dieser Acts muss aber auch ungefähr zur eigenen Band/Stil passen, damit man auch neue Fans gewinnen kann. Allerdings können gute local Heros auch selbst an ihrem Heimatort Veranstaltungen machen. Also warum für eine fremde Band supporten? Somit muss man als Newcomer auch gewisse Anreize setzen, wenn ich einen guten local Support haben möchte. Viele Newcomerbands denken eine gute lokale Supportband zu bekommen, die min. 50 Leute mitbringen und dafür mit ner Kiste Bier einverstanden sind. Schön weiter träumen .
Ab dem Status, ein bekannt Act zu sein, wo man selbst die Hütten voll bekommt, kann sie Supportauswahl anders aussehen. Hier würden wir auch Bands einsetzen, die Guide Veranstaltung vielleicht keinen neuen Gast mitbringen, dafür aber in der Lage sind wirklich geil abzuliefern, sodass es dem Publikum gut in Erinnerung bleibt. Nur wenn alle Bands gut sind, hat es dem Gast auch Spaß gemacht. Der Support kann sogar noch besser sein, als man selbst. Hauptsache ist, dass alle hinterher sagen: “Es war geil”. Viele Newcomer suchen sich immer Bands aus, die vom musikalische Geschick noch deutlich schlechter sind, um sich selbst zu profilieren. Das sehen wir als Fehler. Der Abend ist dann für das Publikum schlecht und dies fällt auch auf die Gastgeberband zurück.

5. Welche Festivals sind eure Favoriten und warum?
Da gibt es eigentlich keinen Favoriten. Am Liebsten sind uns aber Festivals, die nicht nur auf ein und die selbe Schiene fahren. Abwechslung ist doch schön. Wir haben doch auch nicht nur CDs im Schrank aus ein und dem selben Genre. Das wäre ja langweilig. Das Highfield-Festival bietet zum Beispiel für jeden etwas (außer Hörern der härteren Gangart). Auf jeden Fall ist das HF ein musikalisches Ziel.

6. Würdet ihr einem Bandcontest zustimmen, wenn es nur um den Deutschrock geht? Contest lehnen wir ab. Bei welchem Contest hat schon mal die beste Band gewonnen? Wer kann so etwas überhaupt einschätzen? Kann man Musik bewerten? Vielleicht wirklich nur nach ganz neutralen Kriterien (Professioneller Eindruck, Zusammenspiel, Komposition der Songs, Texte usw.). Bei allem anderen Bewertungsmodalitäten gewinnt am Ende nur der Sponsor.

7. Was macht für euch guten Deutschrock aus?
Wenn es etwas authentisches ist und merkt, dass die Band ihren eigenen Stil gefunden hat. Thema BO! Die gibt es schon. Die sind für viele vielleicht auch Vorbild und Inspiration. Aber warum hat man den Eindruck, das viele der Deutschrockbands genauso klingen wollen? Ähnliche Riffs und Rhythmen, fast identische Singweise. Es geht auch anders. Zum Beispiel sind Madsen, Silbermond, Juli usw. auch Deutschrock. Man verbindet aber mittlerweile ganz andere Bands mit dieser Sparte. Schade eigentlich, denn die anderen unterscheiden sich wenigstens.

8. Mit welcher Band würdet ihr gern mal zusammen spielen und mit welcher nicht?
Gern: Madsen
Nicht: gibt es nicht.

9. „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“—ein Spruch, der durch die Exzesse legendärer Rockgrößen wie Guns N‘ Roses, Black Sabbath oder den Rolling Stones zum Lebensmotto eines jeden Pubertierenden wurde. Ist dieser Spruch immer noch hinter den Kulissen aktuell?
Natürlich nicht mehr. Das musikalische Geschäft ist ja viel umfangreicher und stressiger geworden. Die meisten Bands müssen gute Manager, Booker, Homerecorder, Presseschreiber, Fotografen, Photoshoper usw. sein. Da brauch man klare Gedanken. Wenn man dann aber völlig fertig, nichts halb drei, nach dem Gig nochmal einen Kaffee an der Tanke zieht, dann fällt auch mal die Bemerkung: Das ist Rock N Roll!

10. Wie kommt man an heiße Frauen nach einem Konzert?
Durch einen Besuch in der Sauna. :-)

11. Habt ihr auch manchmal die Schnauze voll voneinander?
Nein, aber wir tun ständig so, als ob.

12. Was geht bei euch so im Proberaum ab, wenn ihr mal keine Lust zum Proben habt?
Bier geht immer! Ob Probe oder nicht. Auf jeden Fall läuft ständig unsere Lieblingsmusik. Jeder darf mal wünschen.

Danke für das Interview Planet RoXter

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