Leidbild- Album Review „Levitikus“

Leidbild – Album Review „Levitikus“

Veröffentlichung: 30.04.2021
Label:  Mindfuck Music (www.mindfuck-music.de)
Leidbild: Facebook

Versionen: CD (13 Tracks mit Intro)
Fan-Box (13 Tracks mit Intro)
Digital Release (12 Tracks ohne Intro)

Trackliste:
01. Intro
02. Liebe, Leidbild, Leidenschaft
03. Nicht mehr cool genug
04. Justitia
05. Rock´n´Roll
06. Seelenverwandte
07. Übermut und Alkohol
08. Eiener von euch
09. Disharmonie
10. Der Moment
11.  So viel Dummheit
12. Lebendsmelodie

Ich möchte zuerst mit einer kleinen Geschichte beginnen, die ich in der Vergangenheit über Leidbild schon geschrieben habe. 2017 durfte ich die Jungs das erste Mal live erleben. Vorher habe ich sie im Netz beobachtet und dachte: Was für ein verrückter Haufen! Jung, wild und voller ungezähmter Energie. Das prägte die Band und verlieh ihnen eine öffentliche Aufmerksamkeit. Sie entwickelten sich weiter und fanden ihren musikalischen Stil.

Jetzt erscheint ihr zweites Album, und man spürt, was die vier Männer wissen, wovon sie singen und nicht erst seit gestern Musik machen. „Levitikus“ ist ein energiegeladenes Album. Schon im Song Nr. 2 „Liebe, Leidbild, Leidenschaft“ hauen sie richtig einen raus. Damals wurde über die Band geschmunzelt. Und nun seht her! Leidbild hat die Musik zu ihrer Leidenschaft gemacht.

Den puren Rock’n’Roll bekommt ihr im Song Nr. 5 „Rock’n’Roll ist international“ in die Lauscher. Hier kommen vereinzelte Gitarrensoli richtig gut. Bitte mehr davon!

„Übermut und Alkohol“ Song Nr.7 der CD. Fast jeder partyfreudige Deutschrocker hat das schon mal durch. Alkohol im Blut und Flausen im Kopf. Getrunken, gelacht und das Leben für den Moment nicht erst genommen.

Nr.10 „Der Moment“ ist ein instrumental starker Song. Das fette, tragende Gitarrenspiel zu Beginn, ist echt beeindruckend. Leider nur zu Beginn, denn im weiteren Song-Verlauf flaut es ab. Mehr Mut Leidbild!

Einer der rasantesten Songs auf dem Album ist Nr.11 „So viel Dummheit“. Gesanglich wie auch Instrumental bricht gewissermaßen ein Sturm auf, der im ganzen Lied nicht abflaut. Mit dieser geballten Geschwindigkeit machen sie sich Luft gegenüber Leuten, die keine eigene Meinung haben und sich manipulieren lassen.

Der letzte Song auf der Platte Nr. 12 „Lebendsmelodie“ ist mein Lieblingssong der Platte. Hier setzt Frontmann Chriss seine melodische Stimme ein, die man eigentlich öfter hören möchte. Ein gelungener Abschluss.

Fazit: Das Album bleibt einem im Kopf hängen, weil es einfach außergewöhnlich gute Melodielinien besitzt, die richtig eingängig sind. Auch textlich haben Leidbild einen großen Sprung nach vorn gemacht. Ihre Lieder sind tiefgründiger geworden und durch Rockröhre Chriss hervorragend in Szene gesetzt. „Levitikus“ ein frisches neues Album, das keine Distanz zulässt.

Text:Clio69

Dieser Beitrag wurde unter Reviews veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.