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Die Kieler Band D.M.S.D im Interview über ihr erstes Album

Hallo Jungs, erst mal Glückwunsch zum ersten Album „Histamin“.
Vielen Dank!

Welchen Song sollten sich Hörer, die euch noch nicht kennen, als ersten anhören? Also grundsätzlich gibt es auf dem Album natürlich viele Songs, die wir den Hörern/Hörerinnen ans Herz legen wollen. Sich hier festzulegen ist daher auch ein bisschen schwierig. Es geht halt immer darum, welche persönliche Erwartung der Hörer/die Hörerin an das Album hat.
Natürlich haben wir auch ein/zwei Favoriten auf der Scheibe, hier machen wir aber keine Meinungsbildung. Für uns persönlich sind „Histamin“, „Kein Weg zu weit“ und auch „Wenn Du weinst“ eher vorne platziert. Allerdings sind uns die anderen Stücke natürlich auch immens wichtig, weil sie halt auch einen Spiegel der bisherigen musikalischen Wegwanderung von DMSD darstellen.

Wovon handeln die Texte?
Hier ziehen wir einfach mal eine Diagonale durch alle Themen, die jeden von uns jeden Tag berühren. Es gibt da keine volle Ausrichtung auf eine Schiene.

Wir haben uns beim schreiben der Songs immer an ziemlich aktuelle und wichtige Themen gebunden und selbstverständlich auch Dinge mit aufgenommen, die uns entweder richtig berühren oder auch Unverständnis und Ablehnung hervorrufen.

Naja…und ein bisschen Selbstironie und Spaß muss natürlich auch dabei sein ;-)

Welche eurer Aufnahmen liegt euch besonders am Herzen? Was macht euch stolz?
Also beim Song „Wenn Du weinst“ waren wir uns alle sehr schnell einig, dass der aufgrund seiner schnörkellosen Art und seiner Ausdruckskraft eine absolute Berührung für uns war. Der Song hat uns von Anfang an das Gefühl gegeben, dass hier jeder angesprochen werden kann, da dass Thema jeden von uns etwas angeht und uns auch fast jeden Tag beschäftigt. Das hat auch sicherlich damit zu tun, dass dieser Song nicht retortenmässig-kommerziell erschaffen wurde, sondern das wir auch bei den Abhören der ersten Spuren im Studio eine Tiefe empfunden haben, die so glauben wir zu mindestens, nur bei voller Authentizität entsteht.

Welchen Herausforderungen musstet ihr euch im Studio stellen.  War etwas komplett neu für euch in dieser Zeit?
Herausforderungen gab da sicherlich einige, die aber grundsätzlich jeder von uns, der bereits ein Album erarbeitet hat, schon bewältigen musste. Sei es vom einpegeln, über anpassen der Studiosoftware bis hin zu „Wer bringt Bier mit?“. Neu war halt, dass wir das erste mal alles in völliger Eigenregie mit vollständig eigenem Equipment erschaffen haben.

Gibt es unterschiedliche Einflüsse, die das Album prägen?
Die gab es ganz bestimmt… wir schreiben die Songs ja alle gemeinsam von der ersten Melodieidee bis hin zum Text und zum Arrangement. Da wir zwar alle aus der gleichen Musikrichtung kommen, aber unsere Leidenschaften für verschiedene Stilrichtungen eine gewisse Bandbreite haben, hatten wir glücklicherweise immer eine Technik oder eine Variable mit im Ideenpool. Im Kern ist und bleibt es Deutschrock, allerdings bedienen wir uns auch schon mal genrefremden Richtungen… 

Über welche Plattformen kann man das Album kaufen?
Das Album kann man über die üblichen Plattformen erwerben. U.a. bei Deezer, AmazonMusic, YouTube-Music und demnächst auch im Apple-Laden….

Nun noch ein paar Fragen zur Band. Erinnert ihr euch noch daran, wo und wann ihr euch zum ersten Mal begegnet seid? Was habt ihr damals übereinander gedacht?
Wir kennen uns ja nun schon alle ein paar Jahr und haben auch schon in unserem letzten Band-Projekt zusammen gearbeitet. Chrischi und ich kennen uns bereits seit fast 25 Jahren und haben gemeinsam die meiste Banderfahrung. Sascha und Tim sind mit uns bereits seit dem letzten Projekt zusammen, was somit auch schon 7 Jahre bedeutet und Sven haben wir alle 2019 mit unter den Mantel des großen Miteinander genommen.
Begegnet sind wir uns, der Musikernatur vielleicht geschuldet, in verschiedenen Proberäumen der Republik :-). Und was man bei der ersten Begegnung über einander denkt ist ja eigentlich unter Musikern fast egal…. Die wollen ja alle rocken und geile Songs schreiben… Für das persönliche kennenlernen ist dann ja meistens das Bier vor, bei und nach der Probe ein entscheidender Faktor…. Soviel sei gesagt…wir haben uns nicht enttäuscht (lacht laut)….

Wie hat sich eure Musik entwickelt?
Also hier kann man relativ gut erkennen, dass die Songs stetig weiter ausgefeilt wurden, bevor sie als Song definiert wurden. Am Anfang fängt ja alles mit einem Cover an, was jeder spielen kann, um die Harmonie und das Spielverständnis untereinander zu ertasten.
Je mehr Songs entstanden sind, umso mehr haben wir auch festgestellt, dass wir immer mehr Variabilität und auch Feingefühl entwickeln wollten und auch haben. Luft nach oben sehen wir bei uns jederzeit. Hier bereits eine Entwicklungsstufe auszusitzen, wäre generell falsch und darf auch kein Anspruch für einen Musiker sein. 

Welche Bedeutung hat der Bandname D.M.S.D ?
(lautes lachen)…. Diese Frage wird uns in vielen Jahren noch verfolgen und stellt auch gleichzeitig für uns dar, dass wir hier offensichtlich einen Marketing-Gag gelandet haben… allerdings völlig unbewusst. Ausgesprochen bedeutet der Name „Da muss Salz dran“. Entstanden ist er, weil wir das Thema Musik als Salz in der Suppe des täglichen Lebens und allen Handels betrachten…und ohne gehts ja auch nicht…. Und nein, wir haben keinen Koch in der Band (wieder lautes lachen)…

Was habt ihr für die nächste Zukunft geplant? Gibt es schon Live-Termine? Über welchen Kontakt kann man euch buchen.
Bei uns stehen ab Anfang August verschiedene Live-Gigs an, die sich nach und nach ergeben haben. Vorrangig sind es halt noch Privat-Open-Airs die halt leider nur  begrenzte Teilnehmerzahlen zulassen. Wir suchen und organisieren hier aber immer weiter und freuen uns  über die ersten Bandkontakte, mit denen wir in Kontakt stehen und mit denen man auch in Zukunft diverse Bühnen rockt.

Wer uns buchen möchte, kann das gerne über unsere Mail-Adresse: dmsd@gmx.de machen oder natürlich auch via Facebook, Instagram, Messenger, Brieftaube, Buschfunk, Dosentelefon usw., usw.

Rockige Grüße von uns allen und nicht vergessen….Mucke immer laut & Bier immer kalt!

Chrischi, Sven, Sascha, Tim, Dirk

Danke D.M.S.D für das kleine Interview mit Musicworld 

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Erzengel im Interview zum dritten Studioalbum „Kommunikation“

Am 24.12. 2020 erscheint das dritte Studioalbum „KOMMUNIKATION“ der Band Erzengel. Musicworld hatte einige Fragen an die Band.

1. Es geht voran
2. Herr der Lügen
3. Mensch-Maschine
4. Social Media
5. Der Querulant
6. Amerika
7. Göttin der Nacht
8. Mensch ist Mensch
9. Eiskalt
10. Wenn der letzte Mensch zur Hölle fährt

Aufgenommen 2020 © in den LMP Studios Heddesheim

01. Vielleicht könnt ihr euch kurz und knackig nochmal vorstellen, für die Leser, die euch noch nicht kennen?

Die Band ERZENGEL, aus dem Schoß der „Pop-Hauptstadt“ Mannheim, wurde im Januar 2017 gegründet. Harte Riffs und ausgefeiltes Song Arrangement, gepaart mit einer Visuell Ansprechenden Show, sind die Markenzeichen von ERZENGEL. Die 4 Musiker sind allesamt aus Szene-bekannten Bands und haben zusammen mehr als 80 Jahre Bühnen und Live Erfahrung. Das hört man den Songs von ERZENGEL auch an. Die „NEUE DEUTSCHE HÄRTE“ von ERZENGEL bringen diese Musiker auf die Bühne: Mike – Gitarre / Lars – Drums / Marcus – Gesang / Jörg – Gitarre 

02. Ihr veröffentlicht ja bald euer neues Album „ Kommunikation“ . Mit wem möchtet ihr mit diesem tollen Album in Verbindung treten?

Da wir alle vier einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack haben, spiegelt sich das logischerweise auch in unserer eigenen Musik wieder. Einmal sanft, dann Disco Beat und im nächsten Moment gibt es ein Gitarrenbrett auf die 12! Wir lieben es verschiedene Einflüsse zu verbinden und am Ende klingt es eben nach ERZENGEL!

3. „Herr der Lügen“ Song Nr. 2 der Platte finde ich persönlich textlich sehr interessant. Erzählt bitte etwas zu diesem Song.

Dieser Song ist all denen gewidmet, die dir ins Gesicht grinsen und dir mit Anlauf von hinten in den Hintern treten! Eine Erfahrung die sicherlich schon jeder mal gemacht hat. Es es ist aus dem täglichen Leben gegriffen.

 4. Im Song Nr. 5 „Der Querulant“ kommen die Gitarren richtig gut zum Einsatz. Wer von euch ist für diese tollen Riffs verantwortlich?

Die Musik zu “Der Querulant” hat Mike geschrieben. Ja, die Gitarren liefern hier ein echt fettes Brett und wir freuen uns schon sehr darauf diese Nummer, wenn es wieder erlaubt ist, live von der Bühne ins Publikum zu schieben!

5. Mein Lieblingssong der CD heißt „Göttin der Nacht“. Respekt an Sänger Marcus, der gesanglich mir eine Gänsehaut verpasst. Aber auch die Musik ist extravagant. Geniale elektronischen Parts wurden eingebaut. Würdet ihr sagen, das das euer Markenzeichen ist?

Ja, die Stimme von Marcus ist echt vielseitig und seine Art zu singen und teilweise zu sprechen, geben dieser Nummer schon eine enorme Aussagekraft. Inhaltlich geht es um einen Typen, der sich im Netz in Scheinwelten flüchtet. Er hat es verlernt sich mit einem direkten Gegenüber auseinander zu setzen. Für das körperliche hat er einen Sexroboter.

6. Thematisch sind eure Lieder auf dem Album meist kritisch und düster. Wie zum Beispiel im Song Nr. 10 „ Wenn der letzte Mensch zur Hölle fährt“. Garantiert möchtet ihr damit etwas der Gesellschaft/Menschheit mitteilen?

Ob das Album eher düster ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Ist ja immer relativ. Was die Message von “WENN DER LETZTE MENSCH ZUR HÖLLE FÄHRT” betrifft, spricht die Nummer ja eigentlich für sich. Wir wollen keine Weltverbesserer sein und mit erhobenem Zeigefinger die Leute belehren, aber es ist und bleibt halt leider immer noch ein brandheißes Thema und die Zeit läuft uns allen und zukünftigen Generationen davon.

 7. Wie kommt man an das Album ran?

Ab dem 24.12.20 ist es auf allen Streaming und Download Portalen weltweit erhältlich.

Danke Erzengel für das Interview

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Thekenathleten – Interview mit der Band über Selbstkrönung und „Glückspilz EP“

Für alle Leser da draußen, die die Band Thekenathleten unter Umständen nicht kennen: Wer seid ihr, wie lange gibt es euch schon?

Giö: Wir als Band haben uns 2001 gegründet, damals waren wir 5 Kumpel/Freunde allesamt Skins, die sich schon länger kannten. In uns keimte der Wunsch eine Oi! Band ins Leben zu rufen. Man beschloss dann irgendwann zusammen Musik zu machen, erst mehr schlecht als recht, was zum ersten Demo führte.
Später dann das inoffizielle 1. Album „Für Sex, Erfolg und gutes Aussehen“ als CD.
Danach entschied man sich den Stil ein wenig zu ändern und beschritt fortan die Pfade des Punk Rock. Was 2006 zu einer Zusammenarbeit mit Bandworm/Asphalt Records in Form der „Unangenehm“ – Scheibe führte.
In der Zwischenzeit gab es ein paar Besetzungswechsel, die uns ein wenig zurückwarfen. Somit konnten wir erst 2016 die F.d.W. einspielen, die wir selbst veröffentlichten – mittlerweile in Vierer-Konstellation.
Wieder verließen uns Bandmitglieder, sodass wir 2019 einen neuen Bassisten (Andy) anlernen mussten. Seit 2019 besteht die jetzige Konstellation.
2020 dann die Geburt der „Glückspilz“ als 10 Inch Vinyl.

Könich: Am Anfang der Musiker-Karriere war der Bandname das Programm für jeden Anlass. Ab 2003 wurden dann die Stimmen laut und man wollte sich musikalisch und textlich neu orientieren. Mit dem 2. Demo 2004 ist das auch ansatzweise gelungen und der Stil der Band war In-die-Fresse-Punkrock, der mit jedem weiteren Album verbessert wurde. Das „Unangenehm“-Album ist aus heutiger Sicht leider nur Wischi Waschi im Vergleich zur „F.d.W.“ oder „Glückspilz“. Die derzeitige Band Besetzung ist nach nun 19 Jahren einfach nur spitze. Man kommt prima miteinander aus und entwickelt sich stetig weiter. Das war leider nicht immer so.

Erinnert ihr euch noch daran, wie ihr euch zum ersten Mal begegnet seid und was ihr damals übereinander gedacht habt?

Giö: Da wir uns bereits kannten, stellte sich diese Frage nicht. Achim: Wir kannten uns ja nicht gleich. Wir sind ja immer zu Euren Konzerten gefahren und haben uns dadurch kennengelernt. Da hat man ja schon Sympathien für einander entwickelt. Aber zur damaligen Zeit, war ich ja noch faul am Schlagzeug. Erst als der damalige Drummer ausstieg, wurde ein Casting veranstaltet. Aber derjenige war so schlecht, dass ich erst aushilfsweise, dann aber fest dazu stieß. Und Andy möchte bestimmt auch etwas dazu sagen. Andy: Ich hab die Athleten das erste Mal im September 2019 auf ihrem Volljährig-Konzert gesehen. Später wollte es der Zufall, dass sie einen neuen Bassisten über Facebook suchten. Und ich hab mich halt gemeldet. Dann Proben, Studio, Video – der Rest ist Geschichte. Könich: Einige unserer Fans haben damals vor der Bühne die Kuh fliegen lassen und standen dann später tatsächlich bei uns im Proberaum. Mir fallen da Achim, Stramme oder Der da Lehm ein. Da wusste man vorher welche Laus man sich in den Pelz setzt.

Herzlichen Glückwunsch zu euer wirklich geilen Punkrock- Platte! Mir persönlich gefällt es richtig gut: guter Sound und fette Riffs gibt es auf die Ohren. Wie zufrieden seid ihr selbst mit eurem Werk?

Giö: Wir sind mehr als zufrieden mit den 4 Songs der 10 Inch. Es wurde alles so umgesetzt wie wir es wollten, sowohl akustisch als auch visuell. Achim: Erstmal vielen Dank. Wir sind sehr zufrieden mit der Platte, wobei man sagen muss, dass man mit solch einem Feedback in so einer Zeit nicht gerechnet hat. Denn die Leute kaufen ja quasi die Katze im Sack. Sie kennen 2 Lieder, weil diese auf YouTube laufen. Normalerweise würde man ja eine Record-Release-Party machen. Diese ist aber ausgefallen und so sind wir mehr als zufrieden mit der Resonanz der Leute.

Erzählt mal was über den Entstehungsprozess der EP…

Giö: Im November enterte Andy J. die Planken der T.A. Galeere und wollte mitrudern. Er mauserte sich schnell zum Taktgeber und verschaffte uns ordentlich Schub. Dies führte zum Studiobesuch, 10 Inch Veröffentlichung, 2 professionellen Videos und neuen Shirts. Achim: Man merkte schon, dass die Songs in eine andere Richtung gehen würden, als dass, was man von uns aus der Vergangenheit kennt. Das liegt natürlich mit an Andy, aber auch an unserer Reife und auch den musikalischen Geschmäckern. Wir hatten das Gefühl, dass man in der jetzigen Konstellation etwas völlig Untypisches machen kann. Und das haben wir dann einfach gemacht.

Welcher Song der CD liegt euch am meisten am Herzen?

Giö: Einen Song zu favorisieren ist schwierig, da sie alle unterschiedlich sind. Ich könnte mich auch nicht entscheiden, da ich zwischen „Glückspilz“ und „Antiathletische Aktion“ schwanke. Achim: Ich gebe Giö recht. Es ist sehr schwer sich für einen zu begeistern. Alle 4 Songs haben ihre Aha-Momente. Ich würde mich aber dennoch für „Militante Mütter“ entscheiden, weil der einfach näher an der Realität ist. Andy: Für mich eindeutig „Antiathletische Aktion“ – das Lied war unser Angstsong und ist erst im Studio fertig geworden, einige Ideen sind auch spontan erst im Studio entstanden. Könich: Mein Lieblingslied auf der „Glückspilz“-EP ist mit kleinem Vorsprung die Saga von den Militanten Müttern. Das Lied spricht mir aus der Seele und ist so schön unglaublich brutal.

„Militante Mütter“ ist ein sehr rasanter und textlich provokanter Song. Was möchtet ihr mit diesem Song uns mitteilen?

Giö: Es ist persönliches Erleben, viele von diesen Individuen denken, sie wären der Nabel der Welt. Klar ist es ok Mutter zu sein und auf seinen Nachwuchs zu achten, aber dann überall im Weg zu stehen und andere zu behindern ist fragwürdig. Die soziale Verrohung treibt seltsame Blüten, auch die M.M. sind maßgeblich daran beteiligt, da sie sich selbst zu wichtig nehmen. Wir prangern das an. Achim: Grundsätzlich hätte es in dem Song jeden treffen können. Der Song hätte auch militante Rentner, Fahrradfahrer, Autofahrer, Außerirdische heißen können. Die Mütter stehen also nur als Symbol für, wie Gio schon sagt, die Gesellschaft. Wenn man mal guckt, ist es irgendeine Personengruppe, die am wenigsten Rücksicht im öffentlichen Leben nimmt. Aber wiederum volle Rücksicht erwartet. Natürlich sind nicht alle so und man sollte dem Song auch mit etwas Augenzwinkern und Humor begegnen. Schließlich sind wir alle irgendwie militante Mütter.

Wo wurde euer aktuelles Musikvideo „Glückspilz“ gedreht? Und wie kam es zur Krönung eures Frontmannes?

Giö: Das Video wurde komplett in Halle gedreht, unter Mitwirkung von langjährigen Wegbereitern. Der Könich ist der Monarch der Arbeiterschaft, der sich eines Tages selbst krönte. Er wollte seine Untertanen in die Schranken weisen, inkl. seiner Bandmitstreiter. Nur einer widersetzt sich seit Jahren dieser Praxis, nämlich der renitente Giö. Achim: Wie es in einer guten Demokratie ist, krönt sich der Könich selbst. Wir sind halt nicht so stark, sehen nicht so gut aus und haben auch nicht so einen schönen Bauch. Deshalb ist er unser Könich. Und hätten wir ihn nicht, wäre auch sein Einmarschlied nicht entstanden. Könich: Als Könich (Musicvideo „Der Könich“) selbst ernannt und oft verkannt halte ich das Zepter fest in meiner Hand. Ich finde, ich war und bin ein guter Könich, der seine Untertanen stets gut behandelt. Nur einer in der Band hat mit meiner Unterdrückung bis zum heutigen Tage noch seine Probleme. Aber wenn ich demnächst meine Hyzüpei (Hypetzüchtigungspeitsche) im Proberaum schwingen lasse, wird ihm das Lachen schon noch vergehen. Ganz nach Kinski-Manier gibt es eine auf die Fresse du —Piiiieeep —. Ups jetzt habe ich mich ein bisschen vergessen.

Musicvideo „Glückspilz“


Wie oder Wo kann man „Glückspilz“ käuflich erwerben?

Achim: Bei uns, auf facebook.com/Thekenathleten2001 oder unter www.thekenathleten.com

Und da haben wir es auch schon geschafft. Hier ist noch etwas Platz für eure letzten Worte, Grüße oder was euch gerade einfällt…

Achim: Dankepopanke Andy: Wir sind natürlich immer auf der Suche nach Konzerten, Festivals oder Clubs, wo sich die Athleten von der Theke anständig präsentieren können. Live sehen kann man uns an diesen epischen Abend: 19.12.2020 in Bitterfeld in der Festung mit WK7 und Thoraxx (begrenzt auf ca. 200 Zuschauer). Weitere sind in Planung!  Giö: Grüße an alle, die uns kennen und trotzdem mögen.

Danke Thekenathleten für das kleine Interview mit Musicworld 

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Interview mit „Der Ole“ zum kommenden Album „Durch die Zeit“

Interview mit „Der Ole“ zum kommenden Album „Durch die Zeit“

Hallo Ole, erst mal Glückwunsch zum neuen Album. Wann und warum sind Sie Sänger/Musiker geworden?

Lieben Dank. Ich habe als Jugendlicher angefangen zu musizieren, Lieder zu schreiben, in verschiedenen Bands zu spielen. Musik war für mich immer eine Möglichkeit Menschen und Städte kennenzulernen, Abenteuer zu erleben und natürlich auch immer eine Möglichkeit, um seine Gedanken zu verarbeiten. Mit dem Nebeneffekt, dass man auch ein bisschen provozieren kann. (Fotoquelle: Künstler)

Wie würden Sie sich selbst in ein paar Worten charakterisieren?

Privat bin ich sehr ruhig und bodenständig. Ich brauche kein Chaos. Für meine wenigen Ausbrüche nutze ich mein Musiker-Dasein.  

Mit „Durch die Zeit “ haben Sie kürzlich ihr neues Album veröffentlicht. Inwieweit ist es eine Weiterentwicklung? Welche Idee steckt dahinter?

Mein letztes Solo-Album „In Grund und Boden“ war ein entspanntes Album. Ich mag jedoch keine Wiederholungen, daher wollte ich etwas anderes. „Durch die Zeit“ hat deutlich mehr Ecken und Kanten. Ich habe mit der Platte zwar nicht das Rad, aber mich ein Stück weit selber neu erfinden dürfen. Die Gesamtidee mit den mehr als 120 Gastmusikern war allerdings schon ein langjähriger Wunsch. Die Produktion hat sehr viel Spaß gemacht.

Wer und was inspirierte Sie für dieses Album?

Meine Inspirationen sind ein Zusammenspiel aus meiner Familie und den Menschen, mit denen ich Musik machen darf. Insbesondere mit Amadeus Sektas, der beide Alben auch produziert und mitkomponiert hat.

Was wollen Sie mit ihren Songs bei ihren Hörern auslösen? (z.Bsp  Nr. 10 „Bullenstaat“ und  Nr. 12 „Die Amsel mit dem Drosselbart“)

Ich verzichte seit fast 25 Jahren auf den Konsum von Fleisch, lebe seit einigen Jahren auch vegan. Ich habe nie ein großes Thema daraus gemacht – vielleicht hatte ich deswegen nun Lust „Bullenstaat“ zu schreiben und zu veröffentlichen. „Die Amsel mit dem Drosselbart“ ist ein Lied, welches nicht aus meiner Feder stammt. Uli Luciano hat es geschrieben, der kürzlich verstorbene Bodo Staiger von Rheingold hat es komponiert. Für mich ist es eine Ehre ein Lied von den beiden singen und spielen zu dürfen. Zwei große Männer der deutschen Musik. Was die Lieder bei den Hörern auslösen sollen? Ich weiß es nicht. Aber ich freue mich auf jedes Feedback.

Wie verlief die Produktion. Was war so besonders daran?

Die Tür im Studio war fast ein Jahr weit geöffnet. Wie schon erwähnt sind tolle Menschen ins Studio gekommen und haben in kleineren und größeren Rollen mitgemacht. Manche haben Ihre Beiträge uns auch per Dropbox zugesendet, weil nicht jeder in unsere Ecke lebte. Dirk Schlömer von Ton Steine Scherben, Michael Beckmann von den Rainbirds und Suurbiers, Thomen von Blind Guardian und Archi von der Terrorgruppe sind zum Beispiel Musiker, die ich schon als Kind und als Jugendlicher abgefeiert und bewundert habe. Ich freue mich wahnsinnig, dass alle Gastmusiker mitgemacht haben.

Es ist ja eine Tour geplant. Nach so einer langen Pause, wie bereiten Sie sich vor?

Völlig entspannt. Ich habe das Glück eine – menschlich und musikalisch – mega starke Band im Rücken zu haben. Wir entscheiden viele Schritte spontan. Und ehrlich gesagt proben wir auch nicht so viel. Mit 13 Musikern ist es schwierig Probetermine zu finden. Aber die Konzerte werden bestimmt gut.

Über welche Plattformen kann man „Durch die Zeit“ kaufen?

Das Album wird am 8. Mai 2020 veröffentlicht und ist als Box, Vinyl und CD ab jetzt überall vorzubestellen.

Ich danke für das Interview und wünsche Ihnen viel Erfolg mit ihrem Projekt.

…Facebook
…YouTube

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Interview über das neue Musikprojekt von Antlitz

Interview über das neue Musikprojekt von Antlitz mit Daniel, Anthony und Christopher

Antlitz bedeutet übersetzt Gesicht. Gibt es eine Geschichte zu eurem Bandnamen?
Es war eine nicht schlafreiche Nacht, in welcher das Interesse an altdeutschen Wörtern geweckt wurde. Somit haben wir spontan entschieden, dass es einer von unserer Favoritenliste werden wird. Darauf hin, haben wir uns letztendlich entschlossen, dem Projekt den Namen Antlitz (Gesicht) zu verleihen. (Fotoquelle:Band)

Eure Texte sollen emotional und gefühlvoll sein. So schreibt ihr auf Facebook. Und eure Musik dazu (Ausschnitt Facebookvideo) sehr dramatisch und düster. Welches Genre erwartet uns?
Genre bedeutet gleichzeitig eine Grenze. Diese wollen wir uns nicht in den Weg stellen. Unser Ziel ist keine Einordnung unserer Musik, sondern ein offenes Musikprojekt welches mit viel Freude gepaart ist.

Zwei Band-Mitglieder sind ja alte Hasen in der Rockszene. Sind oder waren diese rockigen Erfahrungen hinderlich für dieses neue Projekt?
Da fragen wir uns, was definiert eigentlich eine Band? Können wir uns Band nennen? Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass das Wort „Projekt“ uns besser beschreiben würde. So kommen wir vorerst von einer Einordnung in die bekannte „Schublade“ weg. Wenn wir unsere Vergangenheiten betrachten, erhalten wir einen  Mix aus E-Gitarren, Streichern, Synthesizern und viel Bass. Wir lassen uns einfach kein Hindernis in den Weg stellen.

Gab es schon früher den Gedanken etwas NEUES auf die Beine zu stellen?
Nein.

Wie habt ihr euch kennengelernt und beschlossen, zusammen Musik zu machen?Anthony und Christopher kannten sich schon seit der Kindheit. Es fing wahrscheinlich auf dem Spielteppich an. Viele Zeit später, ist Daniel in die Nachbarschaft gezogen und die Freundschaft begann. Christopher war Produzent der letzten Lieder der Band, in welcher Anthony und Daniel als Musiker aktiv waren. Nachdem Anthony und Daniel diese verlassen hatten, gab es ein spontanes Zusammentreffen mit der Idee, gemeinsam Musik zu machen. Aus dieser Idee, ist das Projekt Antlitz entstanden.

Wie sieht bei euch eine Bandprobe aus. Denn es sind ja neue Instrumente in euren Proberäumen eingezogen  Wer spielt welches Instrument?
Dieses soll bis auf weiteres unser Geheimnis bleiben.

Wie waren die ersten Reaktionen aus dem Freundeskreis?
Diese waren von Anfang an sehr positiv.

Was erwartet uns in der musikalischen Zukunft von Antlitz?
Es erwartet ein Gemälde, welches immer neue Farben und Muster gemalt bekommt. Wie dieses aber am Ende aussehen wird, bleibt der Zukunft überlassen.

…Antlitz auf Facebook

Ich danke für das Interview und wünsche Antlitz viel Erfolg mit ihrem Projekt.

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Interview mit der Rockband Wolfsklinge

Interview mit der Band Wolfsklinge

1. Wolfsklinge wurde 2009 gegründet. 2019 soll euer aktives musikalisches Jahr werden. Wo wart ihr in den vergangenen 10 Jahren?
Die ersten 4 Jahre waren wir damit beschäftigt, dem Ausbau unseres Proberaumes und das Kennenlernen der Instrumente. Keiner hatte zuvor ein Instrument in der Hand… Naja, mal ne Triangel im Musikunterricht, aber dann hörte es schon auf. Die restlichen 6 Jahre waren wir mit proben und Songs schreiben beschäftigt. Bis auf ein paar Gigs (Geburtstage, Eishockeyfeste und ein Gig in ner Kneipe) gab es live nicht viel.

2. Für die, die euch nicht kennen: wie würdet ihr eure Musik/Genre beschreiben?
Das lasst sich schwer definieren. Eine Mischung aus OI, Streetrock und Punkrock .

…YouTube

3. Welche Rolle spielt eure Herkunft für eure Musik und für euch als Band?
Unsere Herkunft spiegelt sich in unseren Songs wieder.
In unseren Texten geht es um Erlebtes, Verluste und Suff.

4. „ Bis In Alle Ewigkeit“ ist euer erster veröffentlichter Demosong. Welche Themen   möchtet ihr mit euren Texten/Songs  ansprechen?
Unsere Texte beinhalten Themen aus unserer Lebenswelt, aber auch teilweise aus gesellschaftskritischen Problemen. Was der Song „Kranke Liebe“ oder auch „Voll auf Hass“ verdeutlichen soll.

5. Wie entsteht so ein Song bei euch?
Die meisten Songs sind spontane Eingebungen. In der Regel entsteht erst der instrumentale Part, wozu ein Text ausschließlich geboren wird .

6. Wenn wir in der Deutschrock Geschichte ein Stück zurück gehen, welche Bands oder Musiker haben Euch inspiriert?
Unsere musikalische Prägung begann weit vor dem Begriff Deutschrock. Wir hörten Querbeet. Von Wizo über Blink 182 bis zu den Onkelz.

7. In Deutschland spalten sich oft die Meinungen was den Deutschrock betrifft. Wie stehst ihr zu den kontroversen Diskussionen, die seit einigen Jahren über die ein oder andere Band geführt werden? (Freiwild, Onkelz )
Diese Namen sollte man nach unserer Meinung nicht in einem Satz zusammen nennen. Onkelz haben mit Deutschrock nichts zu tun. Onkelz sind Onkelz!
Grundsätzlich können wir die Diskussion nicht nachvollziehen, da es schwer ist dort eine Grenze zu ziehen. Dennoch ist für uns Deutschrock kein Rechtsrock.

8. Funfact über eure Band?
Einer unserer Fun Facts kostet 6,49 Euro pro Kasten und begleitet uns in jeder Probe
Außerdem erfreuen wir uns über diverse Winde von Bandmitgliedern. Es hilft dann nur noch die Flucht ins Freie.

9. Nun dürft ihr euren Fans oder denen, die es noch werden wollen, gerne noch etwas mitteilen.
Natürlich freuen wir uns über jeden neuen Fan. Jeder einzelne ist recht herzlich eingeladen, bei uns im Proberaum auf ein Bier vorbei zu schauen.
Dafür stehen wir mit unserem Namen.

Danke Wolfsklinge für das kleine Interview mit Musicworld 

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